Und wie ist eigentlich das Wetter in der Provence?

Der Hauptgrund warum ich die Provence und insbesondere die Côte d’Azur für einen Frankreich Urlaub empfehle, ist das mediterrane Klima.

Man hat im Prinzip zu vielen Jahreszeiten eine Schön-Wetter-Garantie in der Provence.


Und das ist für eine Urlaubsentscheidung schon ein wichtiges Kriterium;)

Wer die Wetterkarten regelmäßig verfolgt, dem fällt auf, dass in Mittelmeer Nähe, zwischen Nizza und Marseille, ein regelrechtes Mikroklima vorherrscht. In diesem Abschnitt ist es immer wesentlich wärmer wie im Rest von Frankreich (und Europa). Die Regenhäufigkeit ist weitaus seltener.

Nizza gehört z.B. zu den wärmsten Städten in Frankreich.

Auch wenn am Mittelmeer ein sehr mildes Klima vorherrscht, im Hinterland kann es auch im Winter recht kalt werden, mit Minusgraden und Schnee.


3 Besonderheiten zum Wetter in der Provence

Im Prinzip gibt es 3 Besonderheiten zum Wetter in der Provence:

Sonne


Die Provence ist die Region in Frankreich mit der mit Abstand größten Sonnenscheindauer. Die Sommer sind sehr trocken. Durchschnittlich 2700 bis 2900 Stunden pro Jahr scheint hier die Sonne. Im Vergleich, die Städte im Süden Deutschlands wie z.B. Stuttgart kommen auf nur 1700 Stunden im Jahr.

Die Sonne an sich ist das beeindruckendste in der Provence. Schon aufgrund der Dauer seiner Präsenz aber auch seiner Intensität.

Scheint sie nicht, fangen die Einheimischen schnell an zu philosophieren über die Gründe.


Heftige Winde

Der sogenannte Mistral-Wind ist der typische “Provence-Wind”. Vom nördlichen Rhône-Tal kommend, ist er besonders in den Departement Vaucluse (Avignon) und im Bouches du Rhône (Aix, Marseille) am stärksten und wird etwas schwächer im Departement Var (St.Tropez) und den Alpes Maritimes (Nizza, Cannes).

Im Winter ist dieser Wind sehr kalt, aber häufig mit Sonnenschein begleitet und meist trocken. Dieser sehr böige Wind hat Geschwindigkeiten von 30- 120km/h und kann auch nur regional auftreten.

Auf jeden Fall nervig, egal zu welcher Jahreszeit. Im Sommer häufig im Juli (nur tagsüber) - dann wird Sand am Strand aufgewirbelt und Tischdekorationen fliegen regelmäßig durch die Gegend.

Aber Windsurfer und Kiter haben natürlich ihr Freude.

Regen

Wenn es doch einmal regnet, dann viel und heftig in sehr kurzer Zeit.

In der Provence fallen je nach Region jährlich zwischen 500-700mm Niederschlag.

Zum Vergleich Süddeutschland: 730mm.

Der Unterschied liegt aber nicht in der Menge.

In der Provence gibt es nur  ca. 60-80 Regentage im Jahr.
München hat um die 200 Regentage im Jahr.

Diesem Extrem sollte man sich aber auch bewusst sein. Auch im Juni/Juli, zur besten Urlaubszeit können schnell katastrophische Zustände nach einigen Stunden Starkregen entstehen.

Selbst erlebt und aufgrund der Unerfahrenheit nicht die richtigen Entscheidungen getroffen. Solche Situationen nicht auf die leichte Schulter nehmen sondern sich an Einheimische halten!


Und was ist nun die beste Reisezeit für die Provence & die Côte d’Azur?

Das lässt sich natürlich nicht in einem Satz beantworten und kommt darauf an...

  • Wo genau wollen Sie hin? Zwischen dem Mittelmeer und den Bergdörfern kann in den kühleren Jahreszeiten ein großer Temperaturunterschied herrschen. Recht deutlich kann man dies auf dem Bild der jährlichen Schneetage sehen.


An der Küste und der südlichen Provence tendiert dies gegen 0 Tage.

In den Alpes Maritimes, dem südlichsten Teil der Alpes-de-Haute-Provence welche an Italien angrenzen, gibt es schon bis zu 20 Schneetage.

In den “richtigen hohen Alpen” (Alpes de Haute Provence) welche über 3000m hohe Gipfel haben, gibt es natürlich entsprechend lange Schnee.

  • Was wollen Sie machen? Wandern, Sport, Baden?

Die Provence ist für Outdoor Aktivitäten wie Radfahren, Mountainbike, Motorrad fahren, Wassersport ab März/April bis in den späten Oktober hinein ideal. Ausklammern würde ich, wenn dies organisatorisch möglich ist, die Monate Juli und August. Zum einen ist Hauptferienzeit, zum anderen ist es extrem heiss. Längere Temperatur Perioden mit  33-35 Grad sind im Juli/August die Regel.


  • Irgendwelche besonderen Aktivitäten geplant? Lavendelfelder bestaunen, Ski fahren...

Skifahren ist in den Alpes Maritimes und den Alpes-de-Haute-Provence möglich. Je nach Winter und Lage von  Dezember bis März.

  • Lavendelfelder besichtigen - Aber wann blüht der Lavendel?

Die  Lavendelfelder in der Provence blühen von  Mitte Juni bis Ende August. Abhängig von der Lavendelart, dem Klima, der Höhenlage und dem Breitengrad. Das Blühen des Lavendels kann durch regnerisches Wetter verzögert werden oder durch eine sehr trockene Periode vorgezogen sein. Genaue Daten können Sie in der jeweiligen Touristinformation erfahren. Sie können genau sagen wann der Lavendel in der gesuchten Region blüht und wann Lavendelernte ist.


  • Was suchen Sie? Angenehmes Klima zum Entspannen, Hitze zum Baden oder einfach nur schöneres Wetter wie daheim?

Ideales Badewetter ist ab Juni bis September. Je nachdem ob Sie Ostsee Temperaturen gewöhnt sind oder es wesentlich wärmer brauchen, auch im Mai und Oktober gibt es schöne Badetage.

Wer kein Fan von Hitze ist, sollte auf alle Fälle Juli und August vermeiden.

Schöneres Wetter wie daheim hat man aber auf alle Fälle!

  • Und dann wäre noch die Ferienzeit zu bedenken, Feiertage in Frankreich…

Hier ein Überblick über Ferien und Feiertage in Frankreich:


Wassertemperaturen Mittelmeer


Die Wassertemperatur des Mittelmeers liegt im Hochsommer bei 23-24 Grad an der Oberfläche. Die Wasserqualität ist sehr hoch, obwohl in den letzten Jahren eine leichte Verschlechterung messbar ist.

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**Quelle www.meteo-express.com